Python Schwächen: Wo liegen die Grenzen der beliebten Sprache?
Python ist super beliebt und für viele die erste Wahl beim Programmieren lernen. Doch wie jede Sprache hat auch Python seine Schwächen, die du kennen solltest, bevor du größere Projekte startest.
Warum Python manchmal zu langsam wirkt
Einer der meistgenannten Kritikpunkte ist die Geschwindigkeit. Python ist eine interpretierte Sprache – das bedeutet, der Code wird direkt zur Laufzeit ausgeführt, anstatt vorher kompiliert zu werden. Das macht es zwar sehr flexibel und einfach zu schreiben, aber manchmal auch langsam, vor allem bei rechenintensiven Aufgaben oder großen Datenmengen. Willst du etwa auf Performance setzen, kann das die Arbeit erschweren.
Das liegt vor allem daran, wie Python Speicher verwaltet und wie viele Abstraktionen eingebaut sind. Für Python-Einsteiger heißt das nicht, dass man direkt davon abgeschreckt sein muss. Meist reicht Python für viele Anwendungen völlig aus, bei Echtzeit-Systemen oder High-Performance-Anwendungen wird oft zu anderen Tools gegriffen – wie C++ oder Java.
Weitere typische Schwachstellen
Ein weiterer Punkt: Python verbraucht im Vergleich oft mehr Speicher. Das macht es weniger geeignet für Ressourcen-enge Umgebungen wie kleine IoT-Geräte oder eingebettete Systeme. Auch bei mobilen Apps ist Python nicht erste Wahl, weil die Unterstützung hier nicht so stark ist wie bei anderen Sprachen.
Außerdem kann die dynamische Typisierung mal Fluch und Segen zugleich sein. Sie macht das schnelle Entwickeln einfach, führt aber bei größeren Projekten oft zu schwer auffindbaren Fehlern. Wer aus der Java- oder C++-Welt kommt, muss sich umstellen, denn Fehler werden eher zur Laufzeit sichtbar und nicht schon beim Kompilieren.
Und zu guter Letzt stößt man bei manchen Bibliotheken und Tools an Grenzen, wenn man in bestimmten Nischen arbeitet. Nicht jedes Spezialgebiet ist mit Python abgedeckt oder hat dort den besten Support.
Wenn du Python nutzen willst, hilft es sehr, diese Schwächen im Hinterkopf zu haben. Nutze die Stärken von Python für schnelle Prototypen, Automatisierungen oder datenorientierte Anwendungen und überlege bei großen oder sehr performance-kritischen Projekten, ob eine Ergänzung oder ein Wechsel sinnvoll ist.